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Geschrieben von: mihu
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Mittwoch, den 19. September 2007 um 15:43 Uhr |
In der Schweiz tobt zur Zeit ein Wahlkampf mit amerikanischen Ausmassen. In den sonst so auf Konsens geführten Debatten, hat sich der Ton um ein vielfaches verschärft. Es geht schon lange nicht mehr darum wer welche Probleme wie lösen möchte. Sondern es geht nur noch darum wer wem ans Bein pinkeln kann. Entschuldigung dass ich zur Fäkalsprache greife. Doch sind mir edlere Worte zu schade für dieses Trauerspiel.
Doch etwas kann ich nicht lassen, denn zu sehr irritiert es mich. Das wohl bekannte Plakat mit dem schwarzen Schaf, welches von einem weissen über die Grenze geschubst wird. Mittlerweile und bei diesem ganzen Verschwörungstheorien, bin ich ob meiner Interpretation dieses Bildnisses gar nicht mehr so sicher. Ist es wirklich so gemeint, dass straffällige Ausländer inkl. Familien ausgeschafft werden sollen? Wieso ist es dann nur ein Schaf? Oder ist es anders gemeint? Nach den vielen Unregelmässigenkeiten verschiedenster Exponenten dieser Partei. Und nun auch der Galionsfigur. Ist es so gemeint, dass die Partei uns mit dem Plakat mitteilen will, die eigenen schwarzen Schafe abschieben will? Fragen über Fragen.
An der gestrigen Dienstagsendung des Schweizer Fernsehen, kamen junge Menschen zu Wort, welche zurecht monierten, dass solche Gegebenheiten und Verhaltensweisen einer Vorbildfunktion nicht angehen. Wehe wenn wir uns so Verhalten würden. sagte ein junger Mann. Und am meisten Beifall bekamen die jungen Menschen die es trotz anderer Hautfarbe wagten gegen dieses Plakat aufzustehen und ihre Meinung dagegen abzugeben. Tolerant und integrativ wirkten die angereisten Jugendlichen. Ein jeder hatte Platz für seine Meinung. Ich denke wir dürfen und müssen uns an ihnen ein Beispiel nehmen.
Politik ist geschichtlich gesehen eine feine Sache. Damals setze man sich zusammen, bis man eine Lösung fand welche alle zufrieden stellte. Heute nennt man dies Verfahren Mediation. Doch wie soll ich die heutige Politik nennen?
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