WWDC 07 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benny Auner   
Mittwoch, den 20. Juni 2007 um 20:28 Uhr
Die Worldwide Developer Connection begann wie üblich mit der Keynote des Apple-CEO Steve Jobs um 10 Uhr Ortszeit.

In Person des Applegründers höchstpersönlich begrüßte „PC“ aus den Get-a-Mac Spots die über 5000 Entwickler und erzählte unter großem Gelächter, wie erfolgreich Microsoftprodukte nicht seien und dass Apple keine Chance habe weiterhin auf dem Markt zu bestehen.
Dann betrat der „echte“ Steve Jobs die Bühne und begann erst einmal mit seinem jährlichen Lob über die Appleentwickler und auch über Intel, dessen CEO Paul Otellini er einen eingefassten Stahl-Apple überreichte.

Schließlich begann er mit den News:

Ab nächstem Monat werden zahlreiche Spiele, u.a. Need For Speed Carbon und Battlefield 2142, von EA und id für den Mac erhältlich sein. Zudem werden auch laufend neue Spiele für den Mac entwickelt werden.

Das war es aber auch schon mit den News von Drittherstellern.
Mit dem Satz „Let’s move to the big cats!” riss er die Aufmerksamkeit wieder auf sich und präsentierte (wie im letzten Jahr) 10 von über 300 Features des Vista-Killers.

Zuerst beeindruckte er mit dem neuen Desktop, der überhaupt nicht mehr an den „Tiger-Blue“ Charme erinnerte.

desktop

Mehr Transparenzen, ein neugestaltetes Dock mit „Schatten-Effekt“ und neue Desktophintergründe beeindruckten. Auch die 4 verschiedenen Apple Oberflächen (brushed medal, plastic,…) wurden endlich zu einem quasi glatten Metalllook vereinheitlicht.
Zudem wird man in Zukunft mit „Stacks“ Downloads und andere Dateien im Dock verwalten können.

2. Der neue Finder
…wurde gänzlich überarbeitet und wartet nun im Design a la iTunes auf, wovon auch die „Cover-Flow“ Ansicht stammt. So können Dokumente direkt betrachtet und durch die Daten gescrollt werden.
Zudem ist es nun auch möglich auf anderen Macs nach Dateien zu suchen.



3. Quicklook
Und die nächste Neuheit von der man bisher noch nichts wusste.
Quicklook ermöglicht es Bilder, Videos, Präsentationen, und noch vieles mehr in einem erweiterten Vorschaumodus anzusehen.


Da werden die Programme ja überflüssig!

Nun fuhr Jobs mit den schon bekannten Neuerungen fort. Dementsprechend zurückhaltend auch der Applaus der Entwickler.

4. 64-Bit Mainstream auf allen Macs
Der neue Standard kommt erstmals in einem Betriebssystem voll zur Geltung und soll ein enormes Leistungsplus mit sich bringen. Natürlich laufen auch ältere 32-bit Applikationen auf 10.5 Leopard.

5. Core Animation
Das für Entwickler interessante Werkzeug zur Erstellung komplizierter Animationen wartet mit keinen neuen Fähigkeiten seit dem letzten Jahr auf. Wie mächtig es wirklich ist, wird sich dann ab Oktober zeigen (die Animationseffekte in Leopard wurden vollständig mit Core Animation erstellt).

6. Bootcamp
Die offizielle Version, der Windows-Emulation wird in Leopard gratis mit an Bord sein. Jedoch wird man nach wie vor den Rechner neu starten müssen, um Windows ausführen zu können.
Unserer Meinung nach ein Nachteil, da die Konkurrenzprodukte von VMWare und Palallels Windows parallel zu Mac OS X ausführen können.

7. Spaces
Eigene virtuelle Desktops sollen das Arbeiten mit vielen Applikationen erleichtern. Bis zu 16 Desktops können angelegt werden.

8. Dashboard

Wie auch im Vorjahr berichtet wird der User mit Webclip eigene „mini Widgets“(genauer: Auszüge von Webseiten) in Dashboard kreieren können. Auch über Dashcode, das Widget-Tool für Entwickler wurde nicht neues gesagt.

9. iChat
Fast wie eine Kopie des letzten Jahres wirkte die Präsentation von iChat, indem zukünftig Bilder, Präsentationen und Videos betrachtet werden können.
Jedoch trotzdem beeindruckend: 
Mit iChat Theatre kann man bei Videokonferenzen Bilder und Videos hinter sich erscheinen lassen. Auch Bildausschnitte vor einem selbst und Photo-Booth Effekte sind möglich.



Schließlich und endlich wurde Time Machine, das universelle Backup Tool von Apple vorgestellt. Neu ist, dass Time Machine mit dem Finder zusammenarbeitet.



Der Lacher das abends:
Leopard wird es, wie Vista, in verschiedenen Versionen geben:
Leopard Basic, Premium, Enterprise und Ultimate. Anders als bei Microsoft: Jede Version wird 129$ kosten.
Zudem werden alle Zuseher heute eine finale Beta von Leopard erhalten (bei dem Preis von 1500$ für den Eintritt eigentlich eine Selbstverständlichkeit).

Steve Jobs: „I think most one would by the Ultimate-Version!“

Doch was wäre eine Steve Jobs Keynote ohne das berühmte “One more thing”. Dieses Jahr gab es sogar 2 Neuigkeiten:

Und lautem Klatschen wurde Safari 3, der schnellste Internet-Browser, auch unter Windows!, präsentiert. Leider ist die Beta-Version für Vista und XP noch sehr fehlerhaft während die Mac-Version nahezu perfekt ist.

Schließlich und endlich stellte Steve Jobs, als Geschenk an die Entwickler, das Software Development Kit für das iPhone vor. Damit soll es möglich sein, webfähige Applikationen mit SMS und e-Mail Funktion für das am 29. Juni erscheinende Smartphone zu entwickeln.
Jedoch behaupten verärgerte Entwickler mittlerweile, dass man mit dem Kit nicht mehr als Webseiten entwickeln könne.

Nach ca. 90 Minuten endete die Keynote und die Besucher konnten endlich die über 200 Sessions und über 90 Hands on labs besuchen.
Ein wichtiges Nebenevent: Die Apple Design Awards 2007 http://developer.apple.com/wwdc/ada/


Link zur Keynote: www.apple.com/de/quicktime/qtv/wwdc07/

 

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