SL Ballett „Olmannen“ begeistert selbst Kulturmuffel
Schon seit Februar kann man im einzigen professionell geführten SL-Ballett (IBM 10 / Ballet, IBM 10 (7, 179, 21)) das gut 30-minütige neoklassische Ballett „Olmannen“ sehen. Jeden Mittwoch und Sonntag um 1:00 Uhr MSZ (4:00 PM SLT) füllen sich die Stuhlreihen des Theaters mit vielen Freunden anmutigen Tanzes und Zuschauern, die nur zufällig in dieses kulturelle Event hineingestolpert sind. Fasziniert ist jedoch jeder von der eingängigen Musik, den anmutigen Bewegungsabläufen der Avatar-Tänzer und den phantastischen Bühnenbildern.

In viermonatiger Arbeit wurde das Projekt unter der Leitung von Inarra Saarinen verwirklicht. Bühnenbild, Sets und Kostüme, Choreographie, Beleuchtung und Animationen der Tänzer mussten geplant und ausgearbeitet werden. Die Musik wurde eigens für „Olmannen“ von dem Londoner Musiker Alazarin Mondrian (www.alazarin.plus.com ) komponiert und auf die besonderen Voraussetzungen abgestimmt, die ein SL-Ballett mit sich bringt. Allein 75 eigens mit Avimator (www.avimator.com ) kreierte Animationen sorgen für die durchaus authentisch wirkenden Bewegungsabläufe der Avatare. Grand jeté, Retiré, Pirouette, Grand Battement und viele andere klassische Sprünge, Positionen und Tanzschritte können nun in der virtuellen Welt bestaunt werden.
Im ersten Akt (The Past) „The Ice Garden“ schwebt die Heldin Seraphette (Amber Shablin) anmutig zusammen mit ihrem Geliebten Namon (Alina Mikadze) über die Bühne. Das Paar ist glücklich vereint vor der großartigen Kulisse einer zu Eis erstarrten Welt. Das Glück währt jedoch nicht lange, denn die beiden Liebenden werden von dem Bösen, verkörpert durch fliegende drachenartige Wesen (Amelie Dibou, Chryssie Bunnyhug) bedroht. Heldenhaft kämpft Namon gegen das Böse, kann seine geliebte Seraphette aber nur retten, indem er selbst zu einer der Kreaturen wird. Man sieht, wie Seraphette einsam altert und mit gebrochenem Herzen stirbt.

Der Zweite Akt (The Present) „Die öffentliche Gasse“ zeigt die Jahrhunderte später wiedergeborene Seraphette. Sie hat sich verändert, ist nun eine Tänzerin, die mit zwei leichtbekleideten Flittchen in den Gassen der Stadt auftritt. Namon hat all die Jahrhunderte auf die Wiedergeburt seiner geliebten Seraphette gewartet, doch sie hat kaum noch eine Erinnerung an ihn. Es gelingt dem Helden jedoch, Seraphettes Liebe zu ihm wiederzuerwecken.

Die wahre und immerwährende Liebe erlaubt es Namon im dritten Akt (The Future) „The mystical Garden“ vom Bösen erlöst zu werden. Seraphette kehrt ihrem verzweifelten Leben den Rücken und das Paar wird im „mystischen Garten“ für immer wiedervereint - glücklich in ihrer endlich verwirklichten, wahren Liebe.

In Zusammenarbeit von Regie, Choreographie, den Tänzern des Teams und der Komposition der Musik entstand mit „Olmannen“ ein in sich schlüssiges, erstaunlich ästhetisches virtuelles Kunstwerk. Voraussichtlich wird das Original-Ballett noch den ganzen Sommer hindurch aufgeführt werden. An einem neuen Projekt wird bereits gearbeitet. Man darf sich also auf mehr von der engagierten Truppe freuen! Für weitere Informationen über das Second Life Ballett siehe die Web-Seite der Truppe www.slballet.org/
Roko Johin |